Das war die 1. SpeedExpo 2011

Höhere Schnelligkeit, mehr Athletik. An zwei Tagen des verlängerten ersten Oktoberwochenendes konzentrierte sich die erste SpeedExpo auf zwei der anspruchsvollsten Faktoren der sportlichen Leistungsfähigkeit von Athleten aller Sportarten. Über dreißig Fachleute auf den Gebieten von Trainingslehre und Sportpraxis trafen sich in der Sports Arena im westfälischen Bottrop. 

Ziel der Veranstaltung war es, die Theorie des aktuellen Stands menschlicher Bewegungsschnelligkeit und die Athletik der Bewegungsausführung mit innovativen Technologien für das praktische Training zu vereinen. So räumte Dr. Jan Pabst vom Institut für Angewandte Trainingswissenschaft Leipzig in seinem Vortrag über “Handlungsschnelligkeit – Agility und Athletik“ gleich zu Beginn mit Mythen zu Übungen für Schnelligkeit und Schnellkraft auf.

Dieser Vortrag ließ einige Trainingsmethoden in neuem Licht erscheinen. Pabst konnte darlegen, dass die Zerlegung eines menschlichen Bewegungszyklus in Sequenzen und das isolierte Training der einzelnen Sequenzen nur bedingt zum Ziel führen. Gerade bei komplexen Bewegungssequenzen wies Pabst auf einen höheren Trainingseffekt bei Wiederholung von Sequenzen im größeren Zusammenhang hin.

Thomas Neubert (Physio-Balance-Neubert), der in seiner Einrichtung in Ramstein einen SpeedCourt bei Schnelligkeitstraining und Medical Sports einsetzt, bewies in seiner anschließenden praktischen Vorführung, dass auch die Erkenntnis zur Leistungssteigerung durch Ausführung komplexer Bewegungen Trainer und Athleten keineswegs vor unlösbare Aufgaben stellen muss. Der Einsatz des interaktiven SpeedCourt als Trainingsplaner, Dokumentations- und Analyseinstrument ermöglicht es auch komplexe Bewegungsaufgaben zu trainieren und deren exakte Ausführung anhand automatisch generierter und auswertbarer Daten zu überwachen.

Mike Antoniades, der sich in England mit seiner Entwicklung der „Running School“ ebenfalls dem Thema Geschwindigkeit mit dem Schwerpunkt Laufsport angenommen hat, zeigt in seinem praktischen Vortrag zu The Running School auf, wie Laufstile unter standardisierten, video- und softwaregestützten Analyseverfahren beurteilt und korrigiert werden können.

Antoniades ließ einzelne Teilnehmer praktisch auf dem Laufband erfahren, wie Ergebnisse seiner Laufanalyse unter Anwendung der von ihm entwickelten Trainingsmethoden in einen messbar optimierten Laufstil umsetzbar sind.

Helmut Frey von XSAM stellte das Vibrotraining mit neuen Wegen für funktionales Athletiktraining und Reha vor. XSAM ermöglicht leistungsorientierten Sportlern fein abstimmbare Trainingsdosierung auf Vibrationsflächen: von der lockeren Vordehn- und Aufwärmphase über den submaximalen Bereich bis zu maximaler Leistungsanforderung. Ziel ist ein schnellerer Muskelaufbau und die Optimierung der Koordination der Sportler.

An beiden Tagen fand an den ausgestellten Trainingsanlagen aktiver Stationsbetrieb statt, an dem sich die Teilnehmer von der Leistungsfähigkeit der Konzepte überzeugen konnten. Zu den technisch-didaktischen Möglichkeiten des SpeedCourts ging hier Armin v. Kracht von der ASO Safety Solutions nochmals besonders ein, während Olaf Remann (SGZ Landsberg), als Betreiber der ersten Running School in Deutschland seine praktischen Erfahrungen erläuterte.

Eine abschließende Podiumsdiskussion mit allen Beteiligten Referenten beendete die Veranstaltung